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HERF & WOLFF (Musikverlag)

Die Firma wurde 1864 von Joseph Herf (* Weisenau 22. Dez. 1841 | † Stuttgart 2. Dez. 1898, Kaufmann) und seinem Schwager Friedrich Wilhelm Wolff (* Kreuznach 4. Apr. 1835, Musikalienhändler, beide jüdischen Familien angehörend) in Mainz gegründet; am 20. Febr. 1866 erfolgte die käufliche Übernahme Musikverlags Ganz „mit sämmtlichen Vorräthen und Platten“ (Börsenblatt). Bereits am 1. Jan. 1874 ging das Unternehmen an die Firma Gebr. Wolff in Kreuznach über. Zwischen 1864 und 1870 erschienen rund 100 Ausgaben (inkl. der von Ganz übernommenen) von Werken überwiegend in der Region ansässiger Komponisten, unter ihnen Carl Berghof, Friedrich Lux, Heinrich Rupp, Nikolaus Soltans, Johann Staab und Ernst Benjamin Teschner. 1869–1872 veröffentlichten Herf & Wolff die von Friedrich Wilhelm Wolff redigierte Theater- und Musikzeitung für Rhein und Main. Der Verlag verwendete keine Plattennummern; die von Ganz übernommenen Titel sind an dessen Zählung („G.“ sowie Zahl) unten auf den Notenseiten erkennbar.

Quellen — Familien- und Zivilstandsregister Mainz <> Geschäftsrundschreiben <> Adressbücher Mainz <> NZfM 5. Mai 1864; Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 26. Febr. 1866; NZfM 13. Febr. 1874 <> Musikalien-Verlag von Herf & Wolff (Verzeichnis) [1867]; D-KWbeer <> MMB, ChallierV <> FellingerVM Nr. 616

Abbildung: Impressum von Herf & Wolff [1867] mit Nennung der Kommissionäre Frères Wolff in Kreuznach und Wolff & Co. in Frankfurt (also drei Brüder Friedrich Wilhelm Wolffs); D-KWbeer


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/07/07 09:23
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