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KEẞLER, FERDINAND * Frankfurt/M. 14. Jan. 1793 | † ebd. 21. (nicht 22. oder 28.) Okt. 1856; Violinist, Musiklehrer und –theoretiker, Komponist

Keßler, Sohn eines Kontrabassisten, war in Offenbach Schüler von Johann Georg Vollweiler, trat in das Frankfurter Orchester ein und „lebte ohne höheren Ehrgeiz in bescheidener Stille in seiner Vaterstadt als Musiklehrer, so dass er es niemals zu einer seinen bedeutenden Fähigkeiten entsprechenden Stellung gebracht hat“ (Mendel/Reissmann). Für Schott in Mainz übernahm er das mühsame Geschäft der Korrekturen von Beethovens Neunter Sinfonie und Missa Solemnis. Zu seinen Schülern zählten Johann Christian Hauff, Heinrich Henkel, Theodor Mohr, Julius Sachs und Franz Wüllner.

Werke — Von seinen Kompositionen (die Lexika nennen eine nicht aufgeführte Oper Cäcilia, weiterhin Sinfonien, Quartette u. a. sowie eine Kompositionslehre) wurden nur wenige veröffentlicht, darunter je 3 Sonaten (Kl.) op. 9 und 10, Mainz: Schott [1832] [op. 9 in D-Cl, digital: Livre 1 Livre 2 Livre 3], 4 Rondeaux progressifs (Kl.) op. 11, Frankfurt: Dunst [1833], sowie 3 Thèmes favoris […] variés aus Webers Freischütz (Kl.), Bonn: Simrock [1822/23]

Quellen und Literatur — ca. 60 Briefe Keßlers an Schott in Mainz (1820–1827) in D-B, s. Kalliope, und D-Mbs; Brief an Simrock (1837) in D-BNsa <> Mitteilungen des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt <> HmL, MMB <> Mendel/Reissmann, Pazdírek, RiemannL 1909, ViottaL, StiegerO <> Peter Cahn, Art. Frankfurt am Main, in: MGG2S, Bd. 3, Sp. 653–654 <> LvBWV, Bd. 1, S. 779, 792, 816


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/09/26 18:06
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