trillhaase

TRILLHAASE, (FRIEDRICH ADOLF) OTTO * Leipzig 10. Aug. 1886 | † Wiesbaden 7. Aug. 1975; Violinist, Bratschist, Pianist, Komponist

Es war bislang nicht zu ermitteln, wem der Schuhmacherssohn Otto Trillhaase seine musikalische Ausbildung verdankte. Im Herbst 1905 ist er erstmals – als Leiter des dortigen Zither-Vereins – in Wiesbaden greifbar; zur selben Zeit wurde er als Geiger zum Königlichen Kammermusiker ernannt, und nur wenig später begann er seine Tätigkeit als Lehrer für Klavier und Violine am Wiesbadener Konservatorium. Trillhaase war weiterhin (als Bratschist) Mitglied einer Streichquartettvereinigung, die auch außerhalb Wiesbadens auftrat, leitete in den 1930er Jahren den Männergesangverein Hilda und beteiligte sich vor allem als Klavierbegleiter regelmäßig an Konzerten unterschiedlicher Art. 1919 veranstaltete er einen Kompositionsabend mit eigenen Werken im Wiesbadener Kasino. Trillhaase ging ca. 1947 in den Ruhestand; verheiratet war er seit 1909 mit Anna Maria Charlotte geb. Emmel (1885–1954).

Werkegedruckt: Maiennacht (Mch.), Mainz: Ebling [1929/33]; D-B <> Kantate Wandersprüche (Mch., Bariton, Fl., 2 Hr., Kl.), Dortmund: Wildt [ca. 1950]; D-KNh, D-Mh <> Mit Traummännchen ins Märchenland. Ein Weihnachtsmärchen in 7 Bildern (Gerda Maria Scheidl), Wiesbaden: Scheidl (als Manuskript vervielfältigt) [1943] <> ungedruckt und verschollen (UA jeweils in Wiesbaden): Kantate Vergänglichkeit (Mch., T, Org., Orch.) (UA 1938) <> mehrere Männerchöre, Lieder und Balladen <> Romantisches Oktett (Klar., Hr., Englischhorn, 2 Vl., Va., Vc., B.) (UA 1922) <> Streichquintett (UA 1919) <> Klavierquintett (UA 1923) <> Streichquartett op. 10 (UA 1914) <> Klaviertrio (UA 1919) <> Präludium (Org.) (UA 1933)

Quellen — Standesamtsregister Wiesbaden <> Adressbücher Wiesbaden <> Wiesbadener Tagblatt 9. Nov. 1905, 31. Okt. 1910, 2. Jan. 1911, 10. Febr. 1922, 12. Febr. 1922, 17. März 1923 und passim <> Wiesbadener General-Anzeiger 11. Jan. 1906, 20. Jan. 1906, 16. Sept. 1909, 10. Febr. 1913 und passim <> Wiesbadener Bade-Blatt 12. Juli 1912, 28. Okt. 1919, 17. Febr. 1932, 30. Dez. 1932, 1. Jan. 1936 und passim <> Wiesbadener Zeitung 1. März 1914, 28. März 1914, 30. Okt. 1919 und passim <> Volksstimme (Wiesbaden) 21. Okt. 1919, 3. Nov. 1919 <> Wiesbadener neueste Nachrichten 28. Okt. 1919 <> Rheinische Volkszeitung (Wiesbaden) 5. Nov. 1919 <> ZfM Juni 1938, S. 676

Abbildung: Ankündigung des Kompositionsabends (Wiesbadener Bade-Blatt 28. Okt. 1919)


Axel Beer

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