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INGELHEIM gen. Echter von und zu Mespelbrunn, FRIEDRICH (CARL JOSEPH) Reichsgraf von * Geisenheim 9. Apr. 1777 | † ebd. 17. Okt. 1847; (u. a.) Erzkämmerer des Herzogtums Nassau, Geheimer Rat in österreichischen und bayerischen Diensten

Als Sohn des kurmainzischen Rats und (von 1776 bis 1787) Hofmusikintendanten Franz Carl Philipp Graf von Ingelheim (1740–1803) wird Friedrich mit aller Selbstverständlichkeit eine profunde musikalische Ausbildung erhalten haben, wobei Johann Franz Xaver →Sterkel als Lehrer anzunehmen naheliegt. Dass er sich auch weiterhin gerne in musikalischen Kreisen aufhielt, belegt die Dedikation seiner einzigen überlieferten Komposition an den Mainzer Verleger und Konzertveranstalter Carl →Zulehner, der seinerseits der Ehefrau des Reichsgrafen, Antonia geb. Gräfin von Westphalen (1783–1867, Heirat 1800), bereits 1803 seine Klaviersonate op. 1 gewidmet hatte; 1807 eignete ihr Ludwig Berger seine Lieder op. 6 zu. Weiterhin ist die 1809 bei Zulehner erschienene Bearbeitung der 1. Beethoven-Sinfonie für Klavier zu vier Händen dem Reichsgrafen dediziert.

WerkFantasie (Kl. 4ms; „Seinem Freunde Carl Zulehner zugeeignet“), Mainz: Schott [1817]; s. RISM II 60, I,1; D-Mbs (digital, s. Abb.)

Literatur — Gottron 1959 <> Wollner 2009 <> Franz Stephan Pelgen, Neufund der Handakten zweier Mainzer Hofmusikintendanten (Carl Philipp Graf von Ingelheim und Franz Ludwig Graf von Hatzfeldt), in: Musik und Musikleben am Hof des Mainzer Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal, hrsg. von Axel Beer, Ursula Kramer und Klaus Pietschmann (BzmM 48), Mainz 2020, S. 37–76 (dort weitere Quellen- und Literaturangaben); im Erscheinen


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/10/19 12:27
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