calmus

CALMUS, JOHANN MARTIN * Zweibrücken 19. Sept. 1770 | † Dresden 13. Jan. 1809; Violoncellist

Johann Martin Calmus war nach seiner Ausbildung in Zweibrücken und Mannheim zunächst am Zweibrücker Hof angestellt, wo er 1793/94 der dimittierten Dienerschaft angehörte. Neben den darauf folgenden Engagements im Orchester des neu gegründeten Altonaer Nationaltheaters (1797) und im kurfürstlichen, später königlichen Hoforchester in Dresden (ab 1804) machte sich Calmus vor allem als reisender Cellovirtuose einen Namen. Zeitgenössische Kritiker bezeichneten sein Spiel als „behende, zierlich und gefällig“ (AmZ, siehe Literatur) und rühmten seine „ausserordentliche Geschwindigkeit und seinen schönen Ton“ (GerberNTL). Darüber hinaus trat er als Geiger auf, wobei er die Violine wie ein Cello vor sich zwischen den Knien hielt, was vereinzelt als die „wahre […] und beste […] Art, die Violine zu spielen“, angesehen wurde (zit. nach GerberNTL). Calmus war auch kompositorisch tätig; seine ausschließlich für Violoncello bestimmten Werke blieben ungedruckt und sind verschollen.

Quellen und Literatur – AmZ 11, Nr. 18 (1. Febr. 1809) <> GerberNTL <> FétisB <> Wilfried Gruhn, in: MMM1, Bd. 1, 25 (dort weitere Literatur- und Quellenangaben)


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  • Zuletzt geändert: 2019/04/05 14:53
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