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SCHMITT, (JOHANN) GEORG (GERHARD) * Trier 11. März 1821 | † Paris 27. Dez. 1900; Organist und Komponist

Schmitt erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht an der Trierer Dommusikschule und bei seinem Vater, dem Domorganisten Johann Georg Schmitt (Schüler von Georg Joseph →Vogler), nach dessen Tod (10. Nov. 1832) die Stelle für den erst Elfjährigen freigehalten wurde. 1835, nachdem Schmitt in Münster seine Ausbildung fortgesetzt hatte, wurde er definitiv als Domorganist angestellt, 1842 jedoch wieder entlassen. Bis 1844 war er als Militärmusiker tätig und wurde im gleichen Jahr in das Pariser Conservatoire aufgenommen. Seit dieser Zeit versah er an verschiedenen Pariser Kirchen (St. Sulpice, St. Joseph, St. Germain des Près) den Organistendienst. Seine Heimatstadt besuchte er des öfteren, so aus Anlass der Uraufführung seines Oratoriums Sinai (1879). Schmitt ist Komponist der volkstümlich gewordenen Lieder Sehnsucht nach dem Rhein („Dort wo der alte Rhein“, 1842) und Mosellied („Im weiten deutschen Lande“).

Werke — (Überblick; vgl. die ausführlichen Verzeichnisse in MMM1 und bei Grandjean) Opern, Operetten, Oratorien und Bühnenmusiken <> Kirchenmusik, darunter mehrere Messen und Offertorien <> Lieder und Chöre <> Orchesterwerke, darunter eine heroische Sinfonie Ilions Fall <> Orgel- und Klavierwerke

Literatur — Gustav Bereths, Art. Schmitt in MMM1 <> Bereths 1974 <> Bereths 1978 <> Wolfgang Grandjean, Orgel und Oper. Georges Schmitt 1821–1900. Ein deutsch-französischer Musiker in Paris, Hildesheim 2015


Axel Beer

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