reuss

REUSS bzw. REUẞ, WILHELM Lebensdaten unbekannt; Musikalienhändler und -verleger

Im Jahr 1872 eröffnete Wilhelm Reuss in Frankfurt/M. eine Musikalien- und Instrumentenhandlung, veröffentlichte in Kommission auch eine kleine Zahl Klavierstücke von den zumeist hauptberuflich im kaufmännischen Bereich tätigen, ortsansässigen Komponisten Siegmund Elsässer, Carl Goldschmidt, Georg Grüner, Ludwig Löwenbach, Heinrich Meyer und Carl Wassmann. Weitere Musikalien zum Kommissionsverkauf bezog er vom Leipziger Musikalienhändler Edmund Stoll. Am 10. Juni 1874 meldete Ida Reuss geb. Loster (1838–1896) dem Stadtamt die heimliche Flucht ihres Ehemanns, der, mutmaßlich in London bei seinem Bruder Adolph Reuss, seinen zahlreichen Gläubigern zu entkommen versuchte. Zwar kehrte dieser zurück und lehnte, unter Verweis auf „eheliche Zwistigkeiten“, die Anschuldigungen ab, verschwand jedoch am 16. August mit unbekanntem Ziel endgültig aus Frankfurt. Ein Konkursverfahren folgte; Ida Reuss heiratete 1882 erneut.

Quellen — Nachlassakte Reuss in D-Fsa (1874/330) <> Standesamtsregister Frankfurt <> Adressbücher Frankfurt <> MMB


Kristina Krämer

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  • Zuletzt geändert: 2020/03/11 12:40
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