pichler

PICHLER, (STEPHAN) ERNST * Vohburg an der Donau 12. Dez. 1798 | † Bornheim (Frankfurt/M.) 1. Juli 1868; Musikverleger u. v. m.

Die E. Pichler’sche Musikalien-Verlags-Instrumenten-Handlung und Steindruckerei stellt nur eine kurze Episode im Leben Pichlers dar, der zudem als Lithograph, Zeichenlehrer, Architekt und (seit 1839) als Pedell am Frankfurter Stadtgericht tätig war. Zwischen Mitte 1826 und Anfang 1829 veröffentlichte Pichler in seinem Verlag knapp 100 Musikdrucke. Überwiegend handelt es sich hierbei um unterhaltsame Vokal- und Klaviermusik aus der Feder in Frankfurt tätiger Musiker (darunter Nikolaus Baldenecker, Johann Ernst Christian Baumann, Heinrich Düring, Carl Gollmick, Friedrich August Narz, Carl Oestreich), deren Kompositionen er auch in Sammelwerken und Editionsreihen (Euterpe, Musikalisches Unterhaltungsblatt für die Jugend; vgl. die Abb. im Artikel Oestreich) vereinigte. Einige Werke, vor allem „Lieblingsstücke“, überregional bekannter Komponisten (Beethoven, Czerny, Spohr, Weber) erschienen als Nachdrucke bzw. Bearbeitungen; lediglich von Ludwig Böhner in Gotha brachte Pichler Originalausgaben heraus.

Quellen — Briefwechsel mit André in Offenbach (D-OF) <> HmL 1827–1829 <> Anzeigen in der AmZ und der Lokalpresse (Didaskalia, Frankfurter Journal, Frankfurter Intelligenz-Blatt)

Literatur — Kirsten Svenja Bauer, Musikverlage in Frankfurt 1825–1850. Die Programmpolitik Franz Philipp Dunsts und seiner Konkurrenten, Magisterarbeit Mainz 2008 (unveröffentlicht) (hier weitere Quellenangaben)

Abbildung: Stichbild Pichlers (Narz, Frühlingslied [1827]; D-KWbeer); vgl. die Abbildung der Titelseite im Artikel Narz


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/06/07 23:36
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