meiland

MEILAND, JAKOB * Senftenberg (Lausitz) ca. 1542 | † Hechingen 31. Dez. 1577; Kapellmeister und Komponist

Nach der krankheitsbedingten Aufkündigung des Kapellmeisterdienstes am Hof zu Ansbach ging Meiland 1572 nach Frankfurt/M., wo er bis 1576 (ohne Anstellung) blieb und versuchte, seine bedrohliche finanzielle Situation durch Honorare für Widmungen und Zuwendungen aus intellektuellen Kreisen, denen er zweifellos selbst angehörte, zu stabilisieren. Aus der Vorrede der dem Mainzer Vikar Franz Schilling zugeeigneten Teutsche[n] Gesäng (1575) geht hervor, dass einige der (weltlichen) Liedsätze schon vor der Drucklegung von den Mainzer Domherren gesungen worden waren; die Sammlung Cantiones aliquot novae (1576) enthält u. a. eine Huldigungskomposition für den Mainzer Domherren und späteren Erzbischof Johann Schweickard von Kronberg (Text bei Gottron, S. 37).

Werke — (vgl. MGG2P sowie RISM M/MM 2173–2183; hier nur die in Frankfurt erschienenen): Sacrae aliquot cantiones latinae et germanicae, quinque et quatuor vocum, Frankfurt: Corvinus/Feyerabend 1575 (Widmung an Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel); s. RISM M/MM 2179 <> Neuwe außerlesene Teutsche Gesäng, mit vier und fünff stimmen, so gantz lieblich zu singen und auff allerley Instrument zu gebrauchen, ebd. 1575; s. RISM M 2180 <> Cantiones aliquot novae, quas vulgo motetas vocant, quinque vocibus, ebd. 1576; s. RISM M 2181; D-Mbs (Digital, s. Abb.)

Literatur — Valentin 1906, bes. S. 82–88 <> Gottron 1959 <> Berz 1970 <> Schaefer 1981 <> Christian Bettels, Art. Meiland in MGG2P (hier weitere Literaturangaben)


Axel Beer

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  • Zuletzt geändert: 2020/05/14 01:29
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